Halli Galli – anschnallen! Die toten Ärzte spielten in Stroetmanns Fabrik

Die toten Ärzte in Emsdetten. Live!Chefarzt Jey und sein OP-Team sorgen mit einem „Power-Paket“ an Rock-Songs von den toten Hosen und den Ärzten für eine tolle Bühnenshow und präsentieren 15 Jahre Rockgeschichte in einem gut dreistündigen Bühnenprogramm. Der Bürgersaal von Stroetmanns Fabrik hätte mehr Publikum vertragen, Fans beider deutschen Rockbands kommen bei den toten Ärzten doch voll auf ihre Kosten.

Freitagabend, 20h. Im Bürgersaal ist´s warm, gute 250 Musikfans warten auf ein großartiges „Halli Galli“, warten auf die toten Ärzte. Vor der Bühne wird es voller, das Licht im Saal geht aus. Die Bühne wird „eingenebelt“, im Schatten der Scheinwerfer bereitet sich die Band auf ihren Auftritt vor.

„Wünsch Dir was“ – mit diesem Titel begannen die Jungs der „kuriosesten Coverband der Welt“ ihr Programm in Detten. Gleich zu Beginn solch ein Klassiker zu spielen – das kam an. Die gut geölten Kehlen der Fans gaben alles, jede Textpassage wurde lauthals mitgesungen. Eine Super-Stimmung gleich zu Konzertbeginn.

Was folgte, war im wahrsten Sinne ein buntes Feuerwerk an zahlreichen Hits beider Original-Bands. Der „Schrei nach Liebe“ fehlte ebenso wenig, wie „Westerland“, „Junge“ oder „Paule Bademeister“. Auch die Hits der toten Hosen, „Alles aus Liebe“, „Bonney & Clyde“ oder „Bommerlunder“ durften nicht fehlen. Das musikalische Feuerwerk wurde ergänzt durch Show-Einlagen wie dem Feuerschlucken oder durch Pyrotechnik. Eben „Halli Galli“.

Mit „Alex“, der „Zu Spät“ aus der Pause kam, ging es im zweiten Teil des Konzertes nach „Westerland“ – natürlich mit der „Opelgang“! „Junge“, was für ein Programm. Es war für die „Ärzte“- und „Hosen“-Fans das versprochene Fest – die toten Ärzte kochten ihr versprochenes verrocktes Suchtmittel, was dem Publikum noch am nächsten Tag die Stimme verschlagen ließ. Ohne Kompromisse überwiesen die Musiker ihr Publikum in die wundervolle Welt der kuriosesten die Coverband des Universums. Wer es gern ruhig und besinnlich mochte, war an diesem Abend in Stroetmanns Fabrik fehl am Platz gewesen.

Unterstütz wurde die Band von zwei sehr jungen, aber äußerst textsicheren Fans. Bei „Männer sind Schweine“ folgten die Damen der Einladung der Band nicht, mit auf die Bühne zu kommen. Die toten Ärzte verstanden es, ihr Publikum abzuholen und mitzunehmen – immer wieder fragten sie nach Musikwünsche, die sich auch erfüllten. Am Ende des Konzertes ging noch für den Drummer ein Wunsch in Erfüllung – der gesamte Saal sang ihm ein Geburtstagsständchen.

Nach einer Zugabe und einem fast dreistündigen Programm ging es für die Ärzte noch an die Theke, wo sie zusammen mit ihren Fans noch das ein oder andere Kaltgetränk genießen durften.